Salzburger Initiative
Wachkomapatienten & Schädel-Hirn-Verletzte
Salzburger Initiative Wachkomapatienten Schädel-Hirn-Verletzte
 
         
   
 
   
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HINWEISE FÜR ANGEHÖRIGE

 

von Menschen im Wachkoma und Schädel-Hirn-Verletzten

  1. Wenn Sie Ihren Angehörigen in der Klinik, auf der Intensivstation, im Pflegeheim oder in häuslicher Umgebung besuchen und sich ihm nähern, bleiben Sie bitte stets gewahr, daß Ihr Angehöriger ein Mensch ist, der, solange er lebt, empfindsam ist gegen über alledem, was mit ihm gemacht wird und was andere über ihn reden mögen.
  2. Gestalten Sie Ihren Umgang mit Ihrem Angehörigen so, daß Sie sich versichern, ihn nicht verletzt oder gar gekränkt zu haben, das heißt
    • seien Sie möglichst einfühlsam, behutsam und liebevoll. Dies fördert das notwendige Vertrauen.
    • Vermeiden Sie ein Kneifen, Necken oder unangenehmes Stimulieren.
    • Machen Sie keine herablassenden Bemerkungen am Krankenbett; versuchen Sie auch zu vermeiden, daß andere dies tun.
    • Versuchen Sie, Ihren Angehörigen nicht mit Ihren Sorgen und Angstgefühlen zu belasten. Sprechen Sie statt dessen vorher mit anderen Menschen, Schwestern oder Ärzten, die bereit sind, Sie anzuhören und zu entlasten, bevor Sie einen Besuch machen. Versuchen Sie, gefaßt und optimistisch zu wirken, indem Sie in jeder Situation die positiven Momente hervorheben und beachten.
    • Begegnen Sie Ihrem Angehörigen mit warmen, positiven Gefühlen auch dann, wenn Sie sich nicht sicher sind, oder daran zweifeln, daß sie gespürt werden.
    • Versuchen Sie, Ihrem Angehörigen positive Gefühle entgegen zubringen, indem Sie sich anregend, förderlich und nicht resignativ verhalten.
    • Versuchen Sie, mit Ihrem Angehörigen wieder in einen engen, liebevollen Kontakt zu kommen und ihm dabei Angebote zum Dialog zu machen.
  3. Bringen Sie viel innere Kraft und vor allem viel Zeit mit.

Den gesamten Text finden Sie auf der Homepage von Dr. Andreas Zieger, Neurologe, als PDF-Format abgespeichert. Informationen und Hinweise für Angehörige von Schädel-Hirn-Verletzten und Menschen im Koma und Wachkoma (sog. apallisches Syndrom), Andreas Zieger, 9. Auflage, Oldenburg: Eigenverlag 2004

Quelle:
Andreas Zieger: Informationen und Hinweise für Angehörige von Schädel-Hirn-Verletzten und Menschen im Koma und apallischen Syndrom, 9. Auflage, Oldenburg: Eigenverlag 2004

 

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Telefon: 0664/ 897 1347
E-Mail: wachkoma   www.wachkoma-salzburg.at